Gute Stellenanzeigen schreiben = passenden Bewerber finden

Stellenanzeigen sind kein Hexenwerk – aber wie viele Bewerbungen bekommst du denn tatsächlich? Und erkennst du dein Unternehmen in der Anzeige sofort wieder? Die Stellenanzeige ist der erste Kontakt mit potentiellen und guten neuen Mitarbeitern – dann sollte deine Anzeige auch gut sein. Hier ein paar Tipps.

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Gute Stellenanzeigen schreiben = passenden Bewerber finden
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“Zuverlässige und motivierte Mitarbeiter dringend gesucht!” – damit war früher eigentlich schon alles gesagt und die Bewerbungen trudelten nur so ein. Durch die Digitalisierung und steigende Ansprüche der Arbeitnehmer hat sich das Recruiting (wie man heute sagt) stark verändert. Der zusätzliche Fachkräftemangel wird zunehmend ein großes Risiko für zahlreiche Berufsgruppen wie zum Beispiel das Gesundheitswesen, das Gastgewerbe oder die IT. Und on top kommt der anspruchsvolle und gut ausgebildete Arbeitnehmer, der aus einer Vielzahl von Möglichkeiten sich das Beste aussuchen kann.

Eine aktuelle Studie sagt, dass zwar nur 4 % der Arbeitnehmer aktiv auf Stellensuche sind aber 49 % eigentlich zufriedene Arbeitnehmer würden sofort wechseln, wenn Sie ein gutes Angebot sehen (@statista). Also warum nicht eine Stellenanzeige erstellen, die auch eigentlich die Zufriedenen anspricht und zu einer Bewerbung “überredet”?

Der erste Kontakt

Jetzt wirst du sagen: “So eine Anzeige ist doch kein Hexenwerk” Ist es auch nicht und doch bleiben meist nur die übermäßig hässlichen, teils belustigenden Anzeigen im Kopf – beworben hat man sich bei denen allerdings nicht.

Deine Anzeige ist der erste Kontakt! Du stehst nicht daneben und kannst für dein Unternehmen sprechen sondern nur die Anzeige, kann sagen was du willst. Also sollte Sie sich an dem simplen AIDA-Prinzip orientieren:

A wie Attention = Aufmerksamkeit. Das heißt, guter Text, gutes Design, ansprechendes Layout für die passenden Kanäle.
I wie Interest = Interesse wecken. Inhalt und Design müssen fesseln. Du hast eine Strategie für dein Employer Banding? Dann ist das eine Gute Stelle das kurz zu umschreiben.
D wie Desire = Verlangen oder anders formuliert, der Wunsch diesen absoluten Traumjob ergattern zu wollen.
A wie Action = auf den Button “JETZT BEWERBEN” klicken..

Der Aufbau sollte immer gleich sein – egal ob du Personal suchst für deine Wäscherei oder Bäckerei, ob du Erzieher, Krankenpfleger, Ingenieure oder Grafiker brauchst oder einfach nur saisonal deinen Winterdienst aufstocken willst: wer sind wir – welche Stelle möchten wir besetzen – wie sieht der Arbeitsalltag bei uns aus – wen suchen wir – was können wir einem Bewerber bieten – wo, wie, womit und bis wann sollen sich Interessenten bewerben.

In 7 Schritten zur perfekten Stellenanzeige

  1. Definiere zusammen mit der Personalplanung die vakante Stelle: Vollzeit oder Teilzeit / intern oder extern / finanzielle Mittel.

  2. Erstelle ein Bewerberprofil: was muss der perfekte Bewerber mitbringen.

  3. Die richtigen Kanäle: die Dame für das frische Marketing sucht du online, die erfahrene Führungskraft in der guten alten Tageszeitung. Dazwischen gibt es Jobbörsen online und offline, Soziale Netzwerke und die eigenen Unternehmenswebseiten/Karriereseiten bis hin zum Headhunter.

  4. Konzeption der Ausschreibung: auf der eigenen Karriereseite reicht ein Text, Social Media braucht ein ansprechendes Motiv und wenig Text und bei Facebook könnte man auch ein kurzes Video einspielen. Ab hier wird es wichtig seine Zielgruppen zu kennen bzw. zu definieren.

  5. Die Formulierung: Am AIDA-Prinzip langhangelnd, müssen hier Emotionen geweckt werden. Fakten müssen natürlich kommen wie Wer sind wir / Wen suchen wir / Was erwarten wir / Was bieten wir / Worum bitten wir  – aber bitte nicht als ermüdende Aufzählung.
    Verbreite den Spirit deines Unternehmens und bringe dein Employer Branding an den Mann und die Frau. 61 % wechseln den Arbeitgeber wegen der schlechten Bezahlung. Du zahlst ein gutes Gehalt? Sprich darüber! Verstehe wie dein gegenüber deine Fakten interpretiert: gutes Gehalt = mehr Wertschätzung; flexible Arbeitszeitmodelle = freie Zeiteinteilung und mehr Zeit für die Familie/Freunde; kurzer Arbeitsweg = angenehme Work-Life-Balance etc.

  6. Design und Layout: man muss nicht alles können – dafür gibt es kreative Agenturen. Besonders kleine Firmen oder Unternehmen mit unattraktiven Standorten können hier mehr Aufmerksamkeit herausholen. Ein gutes Logo + das passende Design finden sich auf allen Medien des Unternehmens wieder und erhöhen so den Wiedererkennungswert. Gutes Layout verbessert die Lesbarkeit. Du suchst dein Personal international – dann lass die Übersetzung deiner Stellenausschreibung bitte NICHT den Kollegen machen, der “schon mal in England” war, hierfür gibt es Übersetzer. Zu guter letzt: denke an die Optimierung für die digitalen Endgeräte. 80 % der 18-24-jährigen suchen ihre Jobs per Smartphone und Tablet!

  7. Erfolgskontrolle: über welche Kanäle kamen die meisten Bewerbungen. Wie ist die Qualität der Bewerber? Welches Layout hat mehr angesprochen usw.

Blick in die Zukunft

Die Veränderungen am Arbeitsmarkt werden weiter gehen und es gibt auch kein Zurück in alte Strukturen – man darf also das Neue und Verrückte nicht verschlafen. Die zahlreichen neuen Kanäle für deine Stellenanzeige können im ersten Moment überfordern, sind aber eine mega Chance auf einen breiten Pool an Bewerbern. Und mit der richtigen Stellenanzeige und einer Strategie dahinter nimmt deine Suche ordentlich an Fahrt auf.

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